Ab wann lohnt die GmbH?
Faustformel: Ab ca. 80.000–100.000 € Gewinn/Jahr wird die GmbH steuerlich interessant. Hintergrund: Als Einzelunternehmer zahlst du bis zu 42% (Spitzensteuersatz) + Gewerbesteuer auf deinen Gewinn. In der GmbH fallen Körperschaftsteuer (15%) + Solidaritätszuschlag + Gewerbesteuer an : insgesamt ca. 30%. Der Vorteil: Du kannst Geld in der GmbH lassen und dort investieren (Thesaurierungsvorteil), statt es sofort versteuern zu müssen.
Vorteile des Einzelunternehmens
Einfachere Buchhaltung (EÜR statt Bilanzierungspflicht), kein Mindestkapital (GmbH: 25.000 €), direkter Zugriff auf alle Einnahmen, geringere Verwaltungskosten. Für die ersten 1–3 Jahre nach dem Wechsel ist das Einzelunternehmen für die meisten Makler die richtige Wahl.
Vorteile der GmbH
Haftungsbeschränkung: Dein Privatvermögen ist bei Unternehmensverbindlichkeiten geschützt (außer bei persönlichem Verschulden). Steueroptimierung ab ca. 80k Gewinn. Gesellschafter-Geschäftsführer-Gehalt ist steuerlich absetzbar. Besseres Bild bei institutionellen Kunden. Bestandsübertragung und Unternehmenssverkauf sind sauberer strukturierbar.
Was mit der §34d passiert
Die §34d-Erlaubnis ist personengebunden : sie lässt sich nicht auf die GmbH übertragen. Bei einer GmbH-Gründung benötigt die GmbH eine eigene §34d-Erlaubnis, mit dir als verantwortlichem Geschäftsführer. Details: Link zur GmbH-Umwandlungsseite.