Wie Makler verdienen : die Grundmechanik
Versicherungsmakler verdienen hauptsächlich über zwei Kanäle:
1. Abschlussprovisionen (Courtage): Einmalzahlung bei Vertragsabschluss. Bei Lebensversicherungen typisch: 2–4% des Jahresbeitrags × Laufzeit (vereinfacht). Bei Sach: 10–25% des Jahresbeitrags.
2. Bestandsprovision: Laufende Zahlung für die Pflege und den Bestand aktiver Verträge. Macht langfristig den größten Teil des Einkommens aus.
Realistische Einkommensspannen
Es gibt keine sinnvolle Durchschnittszahl für Makler-Einkommen : die Spanne ist zu groß. Ein Makler mit 200.000 € BWS in Sach und 100k BWS in Leben verdient fundamental anders als einer mit 2 Mio. € Gesamtbestand.
Was die Mathematik zeigt: Bei 500.000 € BWS (gemischt Sach/Leben) und 0,45% p.a. Bestandscourtage: ca. 2.250 €/Jahr Bestandsprovision : plus Abschlussprovisionen auf Neugeschäft.
Der Schlüssel: Bestandswachstum. Die ersten 1–2 Jahre sind aufbauintensiv, danach wächst das Bestandseinkommen mit jedem neuen Abschluss.
Was Makler wirklich unterscheidet
Die Einkommensunterschiede unter Maklern hängen vor allem ab von: Spezialisierung (PKV-Makler haben andere Economics als Sach-Makler), Bestandsgröße und -qualität, Pool und Courtagesätzen, Neugeschäftsvolumen, operativer Effizienz.
Ehrliche Einschätzung für den Start
In den ersten 12 Monaten nach dem Wechsel ist das Einkommen oft niedriger als im Strukturvertrieb : der Bestand muss erst aufgebaut werden. Nach 2–3 Jahren sieht die Mathematik in den meisten Fällen anders aus: Der Bestand wächst, die Bestandsprovisionen steigen, und der Courtage-Anteil ist deutlich höher.